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VATERLAND

D 2002, Regie: Thomas Heise, 100 min.

Thomas Heise begibt sich in diesem Dokumentarfilm an jenen Ort, an dem sein Vater die Kriegszeit in einem Arbeitslager für jüdische Mischlinge verbringen musste. Straguth in der Nähe von Zerbst (Sachsen-Anhalt) hatte vorher schon der Wehrmacht und danach der Sowjetarmee als Standort gedient. Seit 2000 übten hier „special forces“ der NATO den Häuserkampf. Ein Unort am Ende der Zeit, vergessen von der Gegenwart. In der wohnküchenartigen Kneipe von „Onkel Natho“ laufen rudimentäre Kommunikationsstränge zusammen. Hier ist stets vom Krieg die Rede, so als hätte dieser nie aufgehört. Vaterland ist eine Spurensuche mit offenem Ausgang.