Thomas Heise begibt sich in diesem Dokumentarfilm an jenen Ort,
an dem sein Vater die Kriegszeit in einem Arbeitslager für
jüdische Mischlinge verbringen musste. Straguth in der Nähe
von Zerbst (Sachsen-Anhalt) hatte vorher schon der Wehrmacht und
danach der Sowjetarmee als Standort gedient. Seit 2000 übten
hier „special forces“ der NATO den Häuserkampf.
Ein Unort am Ende der Zeit, vergessen von der Gegenwart. In der
wohnküchenartigen Kneipe von „Onkel Natho“ laufen
rudimentäre Kommunikationsstränge zusammen. Hier ist stets
vom Krieg die Rede, so als hätte dieser nie aufgehört.
Vaterland ist eine Spurensuche mit offenem Ausgang.